„Appener Kommandeursvilla steht zum Verkauf“ hieß es am 19.01.2016 im Hamburger Abendblatt. Das 1936 erbaute Gebäude und bis zu diesem Zeitpunkt Bestandteil der Marseille Kaserne sollte veräußert werden. Es diente in der Vergangenheit dem Kommandeur als Wohnhaus, allerdings wurde es etliche Jahre zuvor nicht mehr genutzt, nachdem die Witwe eines Kommandeurs das Haus weitergenutzt hatte und schließlich verstarb. Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) suchte bis zum 04. Januar 2016 einen Käufer für das unter Denkmalschutz stehende Gebäude. Das Interesse war groß. Bei den Besichtigungen fanden die Interessenten kaum einen Parkplatz. Den Zuschlag erhielt damals allerdings nicht derjenige, der das beste Konzept für die Nutzung und Erhaltung des Gebäudes vorstellte, sondern der Bieter mit dem höchsten Gebot. Die BImA erhoffte sich einen Erlös von mindestens 100.000 €. Dem Käufer sollten zusätzlich erhebliche Kosten durch die Instandsetzung des Gebäudes entstehen. Im Exposé hieß es: „Die Gebäudesubstanz der ehemaligen Kommandeursvilla ist erheblich sanierungsbedürftig und bedarf umgehender Instandsetzung.“ Doch dazu sollte es nicht kommen, eher im Gegenteil und das Unglück nahm seinen Lauf.

Kommandeursvilla, Fliegerhorst Uetersen

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