Zur Standardausstattung jedes gut ausgebauten Fliegerhorstes der Luftwaffe gehörte eine Navigationsdrehscheibe oder auch Kompensierscheibe genannt. Sie diente dazu magnetfeldempfindliche Bauteile wie z.B. Bordkompasse oder Funkpeilanlagen in Flugzeugen einzustellen. Diese Bauteile werden durch Eisenbestandteile und Stromleitungen innerhalb der Flugzeuge gestört. Um den Störfaktor ausgleichen zu können, musste das Flugzeug in die Fluglage gebracht und in 30 Grad Schritten gedreht werden. Für diesen Zweck wurden die Kompensierscheiben in folgender Bauweise konstruiert. Die Grundlage bildet ein rundes Betonfundament mit zwölf Metern Durchmesser und einer eingebauten Holzkonstruktion. Die eigentliche Scheibe besteht daher aus Holz und ist um ein Mittellager drehbar. In die Scheibe ist ein Ausleger eingelassen, mit dem die Flugzeugshecks angehoben werden können, um so das Flugzeug in die waagerechte Fluglage zu bringen.

Kompensierscheibe
Auch der Fliegerhorst Uetersen besaß eine Kompensierscheibe im Vorfeld der Halle 2. Sie wurde Ende der dreißiger Jahre bei der Erbauung des Fliegerhorstes errichtet. Heute sind nur noch die Reste des Fundaments erkennbar.

Kompensierscheibe aus der Luft

Quelle: Google Maps

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