In unserer Beitragsserie „Unsichtbare Hinterlassenschaften“ möchten wir euch Überbleibsel der Vergangenheit vorstellen, die auf den ersten Blick sehr unscheinbar wirken. Wir möchten euch die Geschichte hinter diesen vermeintlich unbedeutenden Überbleibseln des Fliegerhorstes Uetersen näherbringen. Ihr werdet merken, dass es erstaunlich ist, was sich hinter einem einfachen Stein verbergen kann. Also haltet beim nächsten Spaziergang in der Umgebung des Fliegerhorstes die Augen auf!

In diesem ersten Beitrag der Serie möchten wir euch einen Kampfgraben, beispielhaft für die vielen Gräben des Fliegerhorstes Uetersen, vorstellen. Auf diesem Foto seht ihr einen ehemaligen Kampfgraben aus der Zeit vor 1945 im Bereich des Fliegerhorstes Uetersen. Er diente zu Übungszwecken, um den jungen Rekruten den Gefechtsdienst bzw. die infanteristischen Grundfertigkeiten beizubringen. In diesen Grabensystemen wurde mit den Rekruten der Angriff und die Verteidigung einer solchen Stellung geübt.

Kampfgraben

Ein ehemaliger Kampfgraben für Übungszwecke auf dem Übungsplatz des Fliegerhorstes Uetersen.

Diese Art von Gräben können darüberhinaus als Überbleibsel der Ausbildung „Pionierdienst aller Truppen“ existieren. Bei dieser Ausbildung wurde vermittelt, wie derartige Gräben anzulegen sind. Ähnliche Gräben gab es auch unmittelbar in der Kaserne, welche allerdings als Splitterschutzgräben Schutz bei Luftangriffen bieten sollten.

Splitterschutzgraben

Die Bauweise eines Splitterschutzgrabens in Zick-Zack-Form.

Ihre Bauform ist Zick-Zack-förmig und sie waren ca. 80 – 100 cm tief. Auch heute lassen sich bei einem genauen Blick ins Gelände noch diverse Gräben auf dem Gelände des Fliegerhorstes entdecken.

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